Fruity Slicer
Der Fruity Slicer tut im Grunde nichts anderes als einen wav Sample in verschiedene kleine Stücke zu schneiden. Diese Stücke werden dann in der Piano Roll aufgeführt und können dort in beliebiger Kombination zusammengeführt werden. Dies eröffnet einem auf den zweiten Blick großartige Möglichkeiten. Nehmen wir einmal einen Drum Loop den ihr irgendwo auf einer Demo CD oder aus irgendeinem Song gecuttet oder sonst woher bekommen habt (zu finden übrigens auch bei Fruity links am Rand im Browser unter Packs und dann DrumLoops). Dieser Loop gibt also ein kurzes Stück auf dem Schlagzeug wieder, so etwa acht Takte lang. Wenn man sich die Arbeit mit Fruity Loops ganz einfach machen will nimmt man immer solche Loops und haut einfach irgendwelche Synthi Spuren und vielleicht noch nen Bass drüber... zack fertig is n Song. Ist auf jeden Fall fixer und einfacher als sich passende Samples für den Step Sequencer zu suchen und stunden lang Kästchen anzuklicken büsst aber auch einiges an Innovation und Individualität ein. Das wollen wir ja nicht, ne? Was wir wollen ist möglichst alles selbstgemacht aber trotzdem mit geilen Instrumente aus diesem Loop. Also schnappen wir uns den Loop und ziehen ihn in den Fruity Slicer. Taa taa... es öffnet sich eine Piano Roll die einen Gerade von unten links anch oben rechts zeigt. Jedes stück dieser Geraden steht für ein Teil aus dem Loop. Hört es euch an und setzt sie neu zusammen. Schon habt ihr euren eigenen Loop. Wo ist hierbei der Vorteil? 1. Ihr habt nur einen Pattern und einen Channel für eure Drums. Ist ungemein Platzsparend und übersichtlicher (finde ich). 2. Wenn ihr einen organischen Loop habt oder vielleicht sogar selbst einen eingespielt habt klingt es ungemein geiler als über den Step Sequencer (finde ich). 3. Ihr könnt ohne weiteres den original Loop einbauen um nen kleinen Break zu setzen. Über die Loops hinaus kann man auch gut Vocals benutzen um seine Spilerein zu machen. Hier und da in der Piano Roll noch ein par Filter einsetzen und ein wenig pitchen und mit der Lautstärke spielen, vielleicht auch mal nen chopper einsetzen und ihr habt ne Menge Spaß Zu den Reglern, sofern man sie nicht auch selber ausprobieren kann: -> die BPM bzw. die Beats Zahl oben rechts in blau gibt die Geschwindigkeit an, wie lang soll der Loop insgesamt sein wenn er normal ausgespielt wird. Wie weit wird er gestaucht oder gestreckt? Umso höher ihr den Regler dreht umso langsamer wird der sample abgespielt. Vielleicht bemerkt ihr dabei auch gleich wie sich der "fill" Regler langsam hochfährt. -> Der Fill Regler kompensiert die Abstände zwischen den beiden Slices damit keine ätzenden Lücken entstehen. Fahrt mal den Beats Regler hoch und den Fill runter und ihr wisst was ich meine. -> Pitch Regler... erklärt sich von selbst. -> ABCD bezieht sich auf die art wie der Fill Regler die Abstände kompensieren soll, einfach ausprobieren. -> Attack und Decay ist auch klar. Wie hart oder weich wird der Sample angespielt bzw. ausgespielt. -> und zu guter Letzt die Drehregler High und Low unten rechts. Sie bestimmen wieviel Slices ihr bekommt und wie grob der Loop geschnitten wird. Alles im Fenster darüber zu erkennen. Zum Hörbeispiel: Das Beispiel besteht aus zwei Teilen, einmal ein Drumloop und einmal ein Vocal von Fred Durst (das Wort "Fred" hat auf der Tastatur ne lustige Anordnung) aus dem Album "three Dollar Bill Y'all, meiner Meinung nach das beste Limp Bizkit Album. Die ersten 16 Takte wird alles vorgestellt und danach kommt der Fruity Slicer zum Einsatz und bringt eine neue Ordnung in das Chaos. Viel Spaß beim hören und ich hoffe es hat geholfen. Bei Fragen, fragt.
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